Frau Ashton, übernehmen Sie – endlich! - Kommentare Frau Ashton, übernehmen Sie – endlich! 2011-07-01T13:50:08Z http://www.eurobull.it/Frau-Ashton-ubernehmen-Sie-endlich#comment9999 2011-07-01T13:50:08Z <p>Nicht jeder steht auf Frühling!</p> <p>Syrien müsste neben Lybien, Ägypten usw weitaus mehr Aufmerksamkeit der internationalen Politik wecksen. Seltsamerweise ist dies allerdings nicht der Fall. Für den Nahen Osten ist Syrien ein neuralgischer Ort. Von fünf Nachbarn umringt, ist die strategische Bedeutung des Landes weitaus größer als seine wirtschaftliche Kraft. Hätte man einen größeren Rohstoffvorrat würde sich das Problem womöglich nicht stellen... Daran verglichen ist das Lybien Gaddafis ein Randproblem, da es wohl sowieso schon weitestgehend isoliert dasteht, Ein Sturz Syriens allerding würde den Nahen OSten umkrempeln und das arabische Netzwerk einbrechen lassen. Die Leidtragenden wären Iran und die Hisbollah, aber auch Israel, die Türkei und der Libanon, sollte das Syrien nach Assad den gleichen Weg in religiöse Gewalt und Chaos nehmen wie der Post-Saddam-Irak. Diese Gefahren weren vorallem von den religiösen Minderheiten wahr genommen, die sich vom alawitischen Regime geschützt fühlten. Die sunnitische Mehrheit könnte bald zur Hetzjagd blasen. Beispielsweise im Libanon schlägt man sich in Flüchtlingslagern mit AL-Kaida Kämpfern herum, die aus Syrien weitergereicht wurden. Israel ist bei Leibe kein Freund von Assad, doch ist er wohl immer noch irgendwie kalkulierbar Premier Erdogan im Mai über den syrischen Machthaber: „ein guter Freund von mir“. Erdogan musste aber eingestehen: „Er hört leider nicht auf uns.“ Es hat mit der Türkei eine 880 Kilometer lange Landgrenze, über die nun täglich mehr Flüchtlinge nach Südostanatolien strömen. Und in Syrien leben 1,5 Millionen Kurden, denen das Regime seit Jahrzehnten die Staatsangehörigkeit verweigert. Wenn sie der militanten kurdischen PKK in die Arme laufen, könnte die türkische Kurdenfrage eine ganz neue Dimension bekommen.</p> <p>So ist es realistisch, dass es am Ende mehr Verlierer als Gewinner gibt.. Staaten, die öffentlich das Assad-Regime verurteilen und insgeheim sein Überleben erhoffen. Syrer, die ihre Befreiung versuchten, es aber nicht schafften. Und ein Regime, das die Rebellion am Ende blutig niederschlagen, sich aber nirgendwo auf der Welt mehr blicken lassen kann.</p> <p>Und hier darf die Eu ihren Kopf nicht in den Sand stecken, sondern muss effektiv in das Geschehen eingreifen. Europa muss geeint gegen die Partikularinteressen der einzelnen Staaten Stellung beziehen und als starkes Europa Russland in den UN unter Druck setzen. Das Frau Ashton sich hier nicht als die Person zeigt, die sich EU Befürworter wünschen, mag wohl auch damit zusammen hängen, dass eine starke Frontfrau bei Einführung nicht gewünscht wurde. Doch in jedem Fall muss mit bestehendem Personal und STruktur gearbeitet werden und das Syrien an oberster Stelle positioniert werden um zu vermeiden, dass ein Umsturz in Syrien den arabischen Frühling in einen arabischen Winter verkehrt, bei dem eine neue Gewaltdimension zwischen den Minderheiten und Mehrheiten ausbricht! Gratulation: Super Artikel!</p>