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Brauchen wir in fünf Jahren die JEF noch? Ja, also lasst uns neu ausrichten!

, von  Daniel Matteo, übersetzt von Patricia Karl

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Welche Zukunft hat der europäische Föderalismus und die JEF? – © wikipedia.org

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Wenn unsere Vision, ein föderales Europa zu etablieren, wahr geworden ist, dann haben die JEF und ihre Partnerorganisationen ihre historische Funktion erfüllt. Bis zu diesem Zeitpunkt und solange wir nicht mit dem Stand der Dinge in Europa zufrieden sind, ist die JEF genau die Art von Organisation, die Europa auch weiterhin braucht. Wir, die heutige Generation von JEFern, müssen sicherstellen, dass in der Zukunft, unsere Organisation stark genug ist und wir uns in einer Position befinden, in der unsere Stimme gehört wird.

Während wir uns auf dem Weg zu unserem Kongress in Helsinki befinden, segelt Europa auf stürmischem Gewässer. Als JEFer haben wir das Gefühl, dass vieles auf dem Spiel steht, und dass heute mehr denn je, unsere Stimme gehört werden muss. Und während ich diese Auffassung teile, würden wir gut daran tun, nicht, wie man so schön sagt, alles auf eine Karte zu setzen.

Das Fordern und Forcieren für ein föderales Europa ist ausschlaggebend. Doch wenn wir das auf Kosten unserer Organisation machen, ist es unverantwortlich. Noch haben wir diesen Fehler nicht begangen, ich behaupte jedoch, dass wir die Entwicklung unserer eigenen Organisation vernachlässigt haben. Dies ist nicht die Schuld eines Einzelnen, sondern wir sitzen alle im gleichen Boot. Um dies ein wenig zu veranschaulichen, es gibt zwei Probleme, die die internen Herausforderungen unserer Organisation beschäftigen. Zunächst, stagnieren unsere Mitgliedszahlen. Dieses Thema alleine ist von enormer Bedeutung für die Zukunft der JEF und verdient einen eigenen Artikel.

Als zweites sind Teile unserer internationalen Strukturen ineffektiv und stellen Hindernisse und negative Faktoren für unsere Arbeit dar. Am deutlichsten wird dies, wenn wir einen Blick auf das FC werfen. Viele, wenn nicht sogar die Mehrheit der direkten FC-Mitglieder waren in den letzten zwei Jahren nicht aktiv und haben auch nicht ihre Pflichten erfüllt. Dies ist eine gewagte Aussage und zwar nicht deshalb, weil es übertrieben wäre, sondern weil nicht alle FC-Mitglieder hierüber glücklich sein werden.

Man könnte argumentieren, dass man beim Kongress einfach bessere Vertreter wählen müsste. Das Argument übersieht jedoch, dass wir dies seit Jahren und ohne Erfolg versuchen. Delegierte spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl von Vertretern; aber wenn die Strukturen nicht die richtigen Anreize setzt, dann werden oft sogar die besten Kandidaten verheizt, und wenn die Strukturen andere Kriterien als Motivation und Kompetenz betonen, dann werden wir nicht die bekommen, die wir in erster Linie benötigen.

Warum werde 20 FC Mitglieder ohne Angabe ihrer Rolle in den FC gewählt? Direkte Mitglieder des FC sollen zur Entwicklung und Unterstützung der Umsetzung Innen- und Außenpolitik beitragen. Dann lasst sie uns auch auf Grundlage ihrer Motivation und Kompetenz für diese spezifischen Aufgaben wählen. Warum 20 direkte FC-Mitglieder? Ein Blick in die Satzung zeigt, wie willkürlich diese Zahl ist. Ein viel sinnvoller Ansatz wäre es doch, zu sehen, wie viele Mitglieder wir brauchen und was ihre Aufgaben sein würden, um dann die Anzahl ent-sprechend zu setzen.

Auch psychologisch, je größer das Gremium des FC wird, desto mehr sehen wir eine Diffusion von Verantwortung und Rechenschaftspflicht der Mitglieder dieser Gruppe – zwei zentrale Probleme, mit der wir in der Vergangenheit konfrontiert wurden. Diese und andere Vorschläge (z. B. dem Kongress die Möglichkeit zu geben, alle Mitglieder des Executive Bureau zu wählen) wurden gemacht, und wir werden sie in Helsinki diskutieren. Die Reformvorschläge entstanden aus der Unzufriedenheit unter unseren Mitgliedern, in der Hoffnung, dass wir unsere Organisation zum Besseren verändern

Also ja, ich glaube, die JEF wird auch noch in 5 Jahren existieren, weil wir diese Organisation brauchen. Wenn wir wollen, dass unsere Botschaft auch in Zukunft gehört wird, müssen wir wieder ins Gleichgewicht kommen, stecke heute ein wenig Arbeit rein und habe ein Auge auf die Entwicklung unserer Organisation.

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