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Die JEF ist pleite (Aprilscherz)

Eine Niederlage vor Gericht zwingt die JEF in die Vereinsinsolvenz

, von  Vincent Venus

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  • Stellv. Bundesvorsitzender der JEF Deutschland | ehemaliger Chefredakteur (Okt. 2010 bis März 2013) | B.A. European Studies, Maastricht University | Spezialisierung: Europa- und Sicherheitspolitik, Politische Kommunikation

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„Die Jungen Europäischen Föderalisten Deutschland e.V. stehen vor der Vereinsinsolvenz“, gab Bundesvorsitzender Lars Becker gestern in einer Pressemitteilung bekannt. Man habe alle Möglichkeiten genaustens sondiert, aber keine andere Lösung gefunden. Der erste Gesprächstermin mit dem Berliner Insolvenzverwalter sei für den 13. April angesetzt, gab Herr Becker weiter bekannt. Dann wolle man weiter sehen.

„Für unsere zwei Beschäftigten sieht es leider schlecht aus“, gab Lutz Gude, Bundessekretär der JEF, auf Nachfrage an. "Wir geben uns große Mühe, aber es ginge wohl eher darum „schnellstmöglich eine Anschlussverwendung“ für die JEF-Angestellten zu finden. „Besonders um unseren Geschäftsführer tut es mir sehr leid. Er hat sich jahrelang für unseren Verband aufgeopfert und jetzt müssen wir ihn vor die Tür setzen.“ Abschließend kommentierte Herr Gude die Diskussion um eine mögliche Auffanggesellschaft für die Beschäftigten mit den Worten „Auf die Politik können wir uns anscheinend nicht verlassen.“ Die FDP hatte bereits am Samstag jede staatliche Unterstützung der JEF kategorisch abgelehnt.

Hintergrund der Schreckensmeldung ist eine juristische Niederlage mit dem Bundesverband Evangelischer Jugend (BEJ). Im Jahr 1957 hatte sich die JEF von ihrem alten Namen „Bund Europäischer Jugend“ in „Junge Europäische Föderalisten“ umbenannt. Wie bei einer Recherche im Archiv der Friedrich-Eberst-Stiftung Anfang Januar herauskam, hatten die damaligen JEFer bei der Namensänderung geschlampt. Die JEF heißt damit offiziell weiterhin „BEJ“, ein Kürzel, das seit den 1990ern der Bundesverband Evangelischer Jugend trägt. Letzterer meldete daraufhin Kompensationsansprüche in Höhe von 670.000 Euro an, um den „materiellen wie ideellen“ Schaden wettzumachen. Am Freitag hatte das Berliner Verwaltungsgericht der Klage stattgegeben.

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P.S.

Offizielle Entwarnung: Dies war ein Aprilscherz.

Ihr Kommentar

  • 1. April 2012  10:10, von  mf

    Es heißt geschlampt und nicht geschlammt, so ists kein Wunder mit der Insolvenz

  • 1. April 2012 10:13, von  Vincent Venus

    Dankeschön,
    alles Schlammen in der Redaktion!

  • 1. April 2012  13:22, von  Niklas

    Ich waere ja fast drauf reingefallen. Hauptsache noch der FDP eins auf den Deckel geben…

  • 1. April 2012  14:12, von  ht

    Die Begründung des Berliner Verwaltungsgerichts (warum überhaupt Verwaltungsgericht, wenn es doch um um einen Streit zwischen zwei privatrechtlichen Vereinen geht?), inwiefern JEF dem Bundesverband der evangelischen Jugend ideellen Schaden bereitet hat, zu lesen wäre interessannt. XD

  • 1. April 2012  15:10, von  Peter

    Wird auch Zeit, dass dem Treiben dieser pro-europäischen JEF ein Ende gemacht wurde! Danke BEJ!

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